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Gemeinde Teugn |
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| Der Dorfplatz in Teugn |
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Der Dorfplatz befindet sich direkt im Zentrum des Ortes in unmittelbarer Nähe zur Kirche. Der Brunnen symbolisiert die Sage der ungetreuen Störchin, die vom Kanzler Herzog Tassilos III., Crantz, im Jahre 780 niedergeschrieben wurde und den ältesten urkundlichen Nachweis über das Bestehen des Ortes Teugn liefert. |
| Bilderverwaltung |
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Auf dem Fleckchen Erde, das seit vielen Jahren als Dorfplatz bekannt ist, stand früher einmal die gemeindliche Gefrieranlage. In diesem Gebäude befand sich ein großes Kühlaggregat, dass die gut 40 kleineren und größeren Gefriertruhen versorgte. Diese Idee stammte eben noch aus der Zeit, als sich nicht jeder Haushalt eine eigene Gefiertruhe leisten konnte. Die ungetreue Störchin zu Teugn
Johannes Aventinus, der gebürtige Abensberger, dessen 500. Geburtstag sich 1977 jährte, hat
in seiner Bayerischen Chronik (1522-1533), die die deutsche Bearbeitung der "Annalen" darstellt,
auch immer wieder auf seine engere Heimat Bezug genommen, getreu seiner Aussage: Im 3. Buch, im 66. Kapitel erzählt er die Sage von der "ehebrecherischen Störchin" zu Teugn, die von ihm bereits die Brüder Grimm für ihre Deutschen Sagen übernahmen. Auch in den Kelsgausagen findet sich die Begebenheit abgedruckt, allerdings nicht im Originaltext. Um von dem Zauber der Aventinischen Sprache einen Eindruck zu vermitteln, bringen wir die Sage hier im ursprünglichen, unverfälschten Wortlaut. "under ithgenantem herzog Haunprecht schreibt Crantz, der canzler herzog Thessels des dritten ist gewesen, gar ain seltsam wunder vonden storchen, das geschehen ist in undern Baiern oberhalb Abbach nit weit von der Thonau in ainem dorf, so ma itzo Teygen nent. Es sei dieselbig zeit der ébruch gemain gewesen (spricht itzgenanter canzler), hab got an wollen zaigen, wie er so hart den ébruch strafen wird, dieweil in die unvernünftigen tier nit leiden, sunder so hart strafen. Und ist das das Wunderwerk: Zu teygen hat ain par storchen gnistelt, haben nu air ghabt. Dieweil die störchin prüet hat und der storch aus umb narung geflogen, ist ain ander Storch zu der störchin komen, hat nach der storchen art umb si buelt und zelest überkomen. Nach verbrachtem ébruch ist die störchin ins feld zu ainem brun geflogen, hat sich alda tauft und abgewachsen, ist darnach wider an das nest geflogen; ist ir storch wider komen, hat nichts entpfunden. Das hat die storchin all tag, bis si auch junge gehabt, mit dem ébrecher triben; ist alwegen zum brun geflogen dermassen, wie gemalt. Solchs hat gemerkt und wargenommen ain pauer auf dem veld, hat sich sehr verwundert, warumb doch die störchin alle tag zum brun flieg und sich dermassen bad; hat den brun mit ainer hurt und Stainen vermacht. Ist die störchin wider komen, der paur hat zugesehen von weiten. Da si zu dem brun nit kunt, hat sie feintlich getan, ist doch zelest zum Nest geflogen. Da is ir storch komen (was er geschmeckt hat waiß ich nit), ist an die Störchin gefallen, si hat sich gewert; ist der storch davon geflogen, ist nimmer komen, die störchin hat allain die nungen erneren müessen.Nachmals umb sant Lorenzen tag, da die storchen weg zu fliegen pflegen, ist der storch wider komen, hat vol unsäglich ander storchen mit im bracht. Da sich die störchin mit iren jungen zu inen hat tuen wöllen, sein die andern storchen all in si gefallen, habens erstochen und zu klainen stücklein zerpfenkt. Davon ist ain gemain sprichtwort aufkomen: du kanst es nit schmecken, oder man schmeckt's nit." |